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Die Dauerausstellungen des Museums sind in zwei Gebäuden zu finden: Im "Torentje" und in der Geschützwerkstatt. Im kleinen Turm wird die Geschichte der Marine beleuchtet. Die Geschützwerkstatt ist stärker der Geschichte der Reichswerft und der Technik hinter der Marine gewidmet.

Historische exposities van het Marinemuseum in Den Helder

Historische Ausstellungen im "Torentje"

Im kleinen Turm spaziert man in sechs Sälen durch die reiche Geschichte der niederländischen Marine: von 1488, dem Tag, an dem Maximilian von Österreich die Verfügung über das Seewesen erließ, bis zum Einsatz der niederländischen Marine im 21. Jahrhundert. Der Besucher lernt die holländischen Seehelden des Goldenen Zeitalters kennen, kann sich über die Umstellung von Segel- auf Dampfkraft informieren und Anteil an den Ereignissen im Zweiten Weltkrieg nehmen. Persönliche Beschreibungen von Mitgliedern der Marine erläutern dem Besucher die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg. Und in den eindringlichen Präsentationen über den Kalten Krieg kehrt man in die Zeit zurück, in der das Geschehen auf der Weltbühne von dem Verhältnis zwischen Ost und West geprägt wurde.

Marine in de kijker in het Marinemuseum te Den Helder

"Marine im Blick"

Das Umfeld, in dem die Marine operiert, hat sich mit den Jahren stark gewandelt. Während des glorreichen Goldenen Zeitalters stand die Marine vor anderen Herausforderungen als heute. Doch nach wie vor gilt, dass sich die Marine durch Innovation in Schiffbau, Kommunikation und Waffentechnik unterscheidet. Die interaktive Ausstellung "Marine im Blick" widmet sich den Husarenstücken von Admiral de Ruyter und verleiht der Entwicklung des Unterseedienstes Tiefgang. Zugleich legt sie die engen Beziehungen zwischen Marine und Industrie offen. Der Besucher entdeckt den roten Faden: Die Marine blickt immer über den Horizont hinaus.

Die Schau "Marine im Blick" bildet eine vertiefende Ergänzung der vorhandenen, festen Ausstellung. In den Sälen des Turmgebäudes sind Riesenteleskope aufgestellt, die der Besucher auf Gegenstände richten kann, mit denen kluge Ideen aus der maritimen Vergangenheit illustriert werden. Danach läuft im Teleskop ein kurzer Film, in dem man mehr über das Objekt und dessen Bezug zur Gegenwart erfährt. Der Text regt dazu an, die dargestellten Gegenstände noch einmal genau zu betrachten: Hinter jedem Gegenstand steckt eine Geschichte. Für Jung und Alt ist dies ebenso unterhaltsam wie lehrreich.

"Marine im Blick" ist in niederländischer Sprache, aber mit deutschen Untertiteln versehen.

Expositie Schip en Werf in het Marinemuseum te Den Helder

"Schiff und Werft"

In der ehemaligen Geschützwerkstatt ist die interaktive Ausstellung "Schiff und Werft" anzutreffen. Auf über 2000 Quadratmetern werden die Welt der Marinetechnik und die Geschichte der Marinewartungsbetriebe lebendig. Der Besucher schlüpft in die Haut von Handwerkern und Technikern und lernt viel über Schiffbau, Antrieb, Bewaffnung und Navigation.

Die Marinetechnik wird anhand von Objekten und lehrreichen Versuchen und Spielen anschaulich gemacht. Die Besucher und ihre Kinder gehen gemeinsam selbst an die Arbeit und können nieten, schweißen, ein Schiff aus dem Hafen steuern oder eine Bordkanone bemannen.

 

Für diese Schau steht ein Podcatcher mit Erläuterungen in deutscher Sprache zur Verfügung.

 

Werfwerk is mensenwerk - Marinemuseum te Den Helder

Werftarbeit wird von Menschen gemacht

Den Helder ist als Marinestadt bekannt. Weniger bekannt ist das Band zwischen der Stadt und der Reichswerft. Über Generationen bot die Werft Beschäftigung. In den Spitzenjahren arbeiteten dort 2.000 Menschen, rund zehn Prozent der örtlichen berufstätigen Bevölkerung.

Die Werft bot vielen Familien in Den Helder Existenzsicherheit. Der schweren Arbeit stand ein zwar mageres, aber festes Einkommen gegenüber. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts verbesserten sich die Arbeitsbedingungen. Dennoch gab die Werft den Arbeitern in guten wie in schweren Zeiten ein Gefühl der Geborgenheit. Für Außenstehende blieb die Werft eine geschlossene und ferne Welt. Nur die Werftarbeiter, im Volksmund "wervianen" genannt, hatten Zugang zum streng bewachten Gelände.

Diese Ausstellung ist ein Ehrenerweis an die "wervianen", die ein unentbehrliches Glied in der Kette bildeten. Sie sorgten dafür, dass die Marineschiffe seetüchtig blieben. Die folgenden Aussprüche sind illustrativ für ihre persönlichen Erlebnisse: "Ohne Werft keine Flotte", "Ohne Menschen keine Werft", "Werftarbeit wird von Menschen gemacht".

Für diese Schau steht ein Podcatcher mit Erläuterungen in deutscher Sprache zur Verfügung.